Elia Gsell
ist Schweizer Meister im Speed-Puzzeln
Am «Botza-Obed», am Freitag, 13. Februar stand für den Röllelibutzenverein ein besonderes Ereignis an: Sie weihten ihre neue Vereinsfahne ein.
Altstätten Am traditionellen «Botza-Obed» luden die «Röllelibutzen» alle Besucherinnen und Besucher im «Sauhalle-Zelt» zu einem feierlichen Programmpunkt ein. Gefeiert wurde zusammen mit allen Gästen bei freiem Eintritt, sowie Fahnengotta Barbara Keel von der Unique Fachschule für Mode und Schnitt und Fahnengötti Hans Städler. Er war von 2017 bis 2023 im Altstätter Stadtrat und heute Gemeindepräsident von BütschwilGanterschwil. Doch wie wird man Fahnengotta oder Fahnengötti?
Barbara Keel, wie wurden Sie Fahnengotta?
Barbara Keel: Als Fasnächtlerin und heimatverbundene Altstätterin wurde ich dafür angefragt und habe sofort zugesagt.
Und wie kam das bei Ihnen zustande, Hans Städler?
Hans Städler: Das geht in den Herbst 2024 zurück, genauer gesagt war dies am Millstätter See in Kärnten an einem Musikanlass wo neben ein paar Kolleginnen und Kollegen von mir auch die Röllelibutzen ihr Ausflugsziel hatten. Irgendwann in der tiefen und langen Nacht an der Bar mit guten Gesprächen kamen wir auf die Idee, dass ich der Fahnengötti für die neue Vereinsfahne sein könnte und ich habe spontan zugesagt.
Hatten Sie Einfluss auf die Gestaltung der neuen Vereinsfahne?
Barbara Keel: Nein, das haben die Röllelibutzen gemacht. Ich durfte aber die neue Fahne im Vorfeld bereits anschauen. Ich bin mit der Unique Fachschule für Mode und Schnitt vom Fach und muss sagen: Sie ist wirklich sehr schön gearbeitet.
Hans Städler: Auch ich hatte keinen Einfluss, aber pures Vertrauen in die Verantwortlichen vom Röllelibutzenvereins Altstätten, sieht doch genial aus.
Was bedeutet es für Sie, Fahnengotta oder Fahnengötti zu sein?
Barbara Keel: Als ich angefragt wurde, fragte ich natürlich, was ich da machen müsse. Jemand sagte mir «Zahlen und lächeln». Das klang machbar. Aber je länger ich mich damit beschäftigte und auch den Vorstand kennenlernen durfte, wurde mir bewusst, was diese Fahne für den Verein bedeutet. Es geht um Herzblut, Brauchtum und Stolz. Sie verkörpert den Geist und die Geschichte des Vereins, unter ihr laufen alle. Es ist mir deshalb eine riesige Ehre Fahnengotta und Teil dieser Geschichte zu sein.
Hans Städler: Es bedeutet mir sehr viel. Fahnengotta Barbara und ich hatten eine tolle Vorbereitungszeit mit dem OK. Der Freitagabend war ein Erlebnis, auf welches ich mit Sehnsucht gewartet habe. Das ist Heimat, Tradition und ein Gemeinschaftsgefühl. Es fühlte sich an, ob man mit dem Röllelibutzenverein geerdet wird. Ich hoffe, dass ich als Fahnengötti noch an unzähligen Brauchtumsanlässen in und um Altstätten dabei sein kann. Nach dem Motto «Röllelibutze istoh, vorwärts Marsch»
Welche Verbindung haben Sie zum Röllelibutzenverein?
Barbara Keel: Ich bin in Altstätten und somit mit der Fasnacht aufgewachsen und bin immer voll dabei. Ich bin beeindruckt, was die Röllelibutzen für die Altstätter Fasnacht alles machen. Wenn schon Fahnegotte – dann richtig. So habe ich mir kurzerhand ein eigenes Röllelibutzen Kleid genäht und zeige damit meine Verbundenheit.
Hans Städler: Ich bin ein Fasnächtler und das Altstätter Brauchtum und die Kultur darf man mit Stolz präsentieren und hoffentlich noch lange Zeit geniessen. Mein Vater und auch mein Grossvater waren aktive Röllelibutzen. Die Vereinsmitglieder tragen alle gemeinsam den Zweck mit grosser Disziplin weiter und sind auch besorgt, dass die junge Generation sich im Verein wohlfühlt, engagiert und die Verantwortung wahrnimmt.
Von Manuela Müller
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