Ende des stationären Spitalbetriebes
Die letzten Tage des Spitals Altstätten in seiner ursprünglichen Form sind gezählt. Im Juli wird lediglich noch ein ambulanter Betrieb im Spital weitergeführt.
Die letzten Tage des Spitals Altstätten in seiner ursprünglichen Form sind gezählt. Im Juli wird lediglich noch ein ambulanter Betrieb im Spital weitergeführt.
Altstätten Ende des Monats endet ein Kapitel des Spitals in Altstätten: Im Dezember 2020 legte der St. Galler Kantonsrat fest, dass das Spital Altstätten in ein ambulantes Gesundheitszentrum umgewandelt werden soll. Die Transformation, die ursprünglich im Jahr 2028 geplant war, wurde aufgrund geänderter Patientenströme vorgezogen. Damals wurde mit einem nahtlosen Übergang in das geplante Gesundheitszentrum der Ärzte Dr. Rüdiger Eisel, Dr. Hans Entzian, Dr. Haralampos Petridis sowie Dr. Clemens Jäger gerechnet, nun wird das Spital Altstätten bereits ab nächster Woche nur noch in einem ambulanten Betrieb in der bestehenden Infrastruktur weitergeführt.
Am 1. Juli eröffnet HOCH Health Ostschweiz im bestehenden Spitalgebäude das neue «Ambi Altstätten». «Damit endet im Spital Altstätten der stationäre Betrieb und auch die Notfallaufnahme wird per 30. Juni geschlossen», erklärt Philipp Lutz, Leiter der Medienstelle von HOCH Health Ostschweiz er versichert jedoch: «Die medizinische Versorgung der regionalen Bevölkerung durch HOCH Health Ostschweiz bleibt zuverlässig sichergestellt und mit dem neuen 'Ambi Altstätten' auch künftig regional verankert.» Das stationäre Angebot wird vollständig ins Spital Grabs verlagert. Die organisatorischen und infrastrukturellen Massnahmen schufen die zusätzlich benötigten Kapazitäten für die zu transferierenden Bereiche. Kündigungen der Mitarbeitenden seien keine vorgesehen, allen betroffenen Mitarbeitenden werde eine Weiterbeschäftigung innerhalb von HOCH Health Ostschweiz angeboten.
Im «Ambi Altstätten» werden ambulante Leistungen weitergeführt und teils ausgebaut. Das Angebot umfasst unter anderem:
Ergänzt wird das ambulante Angebot durch verschiedene Therapie- und Beratungsleistungen. Wer ein stationäres Angebot in Anspruch nehmen muss, wird in den Spitälern Grabs und St. Gallen versorgt. «Die Rettung St. Gallen bleibt mit ihrem regionalen Stützpunkt in Kriessern unverändert präsent und sorgt dafür, dass in einem Notfall weiterhin schnell kompetente und zuverlässige Hilfe vor Ort ist», erläutert Philipp Lutz.
Bis das Gesundheitszentrum voraussichtlich im Jahr 2028 fertiggestellt wird, werden bisherige Spitalräumlichkeiten für das ambulante Angebot genutzt. Alle anderen ungenutzten Räume werden entsprechend ihrem Nutzungsstand ab Herbst 2026 stillgelegt. Nach dem Umzug ins Gesundheitszentrum wird die Spitalanlagegesellschaft von HOCH Health Ostschweiz mit der Stadt Altstätten den weiteren Austausch suchen. Die Inputs der im Jahr 2023 von der Stadt initiierte Projektgruppe zur Arealentwicklung vom Spital werden hierbei Diskussionsgegenstand sein.
Von Manuela Müller
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