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Pascal Zäch und das Kinotheater-Team blicken auf ein erfolgreiches Kulturbrugg-Festival zurück. z.V.g.
Am Samstag ging das Kulturbrugg-Festival zu Ende. Pascal Zäch, Geschäftsleiter vom Kinotheater Madlen, zieht ein postivies Fazit.
Pascal Zäch, mit welchem Gefühl blicken Sie auf das Kulturbrugg Festival 2025 zurück?
Das Jubiläumsjahr war ein spezielles Jahr. Wir konnten bei den Künstlern Grössen engagieren, die eigentlich unseren Saal und unsere Infrastruktur sprengen. Doch irgendwie findet man immer einen Weg und eine Lösung und so konnten wir ganz spezielle Momente im altehrwürdigen Kinotheater Madlen feiern.
Welche Programmpunkte oder Künstler haben Sie am meisten beeindruckt?
Dies ist schwierig zu sagen, da das Kulturbrugg-Festival ja genau von der Vielfalt der Künstler lebt, fällt ein Vergleich schwer. Sicherlich ein Highlight war das Konzert von Vincent Gross, der das Publikum von der ersten Sekunde an in seinen Bann zog. Aber auch Reena Krishnaraja überzeugte als Newcomerin im Comedy-Bereich und ich bin mir sicher, dass sie zu einem fixen Bestandteil in unserem Programm wird. Immer speziell und eine Garantie für ein volles Haus sind die Auftritte von Charles Nguela.
Gab es besondere Momente, die Ihnen in Erinnerung bleiben werden?
Es sind meist die kleinen Dinge, die einem ans Herz gehen. So zum Beispiel, wenn ein 10-jähriges Mädchen mit seinem Idol auf der Bühne singen und tanzen darf. Die Nähe zu den Künstlern und Stars ist schon ganz speziell in unserem Haus. Auch sagen zahlreiche Künstler, es sei eine wundervolle Atmosphäre im Saal, die förmlich dazu einlädt, mit dem Publikum Nähe und Interaktion zu suchen.
Wie zufrieden sind Sie mit der Besucherresonanz und der Stimmung im Haus?
Die Stimmung war oft bombastisch, liess bei gewissen Konzerten aber auch innehalten und geniessen. Man konnte die Augen schliessen und sich einfach von der Musik leiten lassen. Es wurde viel gelacht und bestimmt gingen einige Zuschauer mit Bauchmuskelkater nach Hause. Das Festival gab den Besuchern aber auch die Möglichkeit, abzuschalten und den Alltag zu vergessen.
Wo lagen aus Ihrer Sicht die grössten organisatorischen Herausforderungen?
Die grösste Herausforderung war bestimmt das Konzert von Megawatt, welches im Bereich der Bühnengrösse an seine Grenzen stiess, aber auch an Licht und Tontechnik einiges an zusätzlichem Aufwand und Organisation mit sich brachte.
Inwiefern hat das Festival das Kinotheater Madlen als Kulturort gestärkt?
Schön zu sehen ist, dass gewisse Künstler Gäste von weit her anlocken. So kommen Menschen zum ersten Mal ins schöne Rheintal, haben hier übernachtet und einen Wochenendausflug rund um das Konzert geplant. So durften wir Gäste aus Luxemburg, von Hannover oder auch aus Wien empfangen.
Welche Rückmeldungen aus dem Publikum haben Sie besonders gefreut oder überrascht?
Es ist immer schön, am Schluss des Abends die Gäste zu verabschieden. Viele nutzen dabei die Gelegenheit und bedanken sich für unser kulturelles Schaffen und dafür, dass wir Grössen der Musik und Comedyszene zu uns ins Rheintal holen, für die man sonst in Grossstädte reisen muss. Es ist echt schön zu spüren, wie die Gäste es schätzen und geniessen, bei uns sein zu dürfen.
Worauf wollt ihr beim nächsten Festival aufbauen, und seht ihr irgendwo Verbesserungspotenzial?
Es wird bestimmt schwierig, den Bekanntheitsgrad der Künstler von diesem Jahr nochmals zu erreichen, dies ist aber auch nicht der alleinige Sinn, denn das Kulturbrugg-Festival soll ja gerade auch Bühne für Nachwuchskünstler und Talente sein. Regionale und internationale Künstler verbinden und so Menschen dazu animieren, auch mal über den Tellerrand zu schauen und Programmpunkte zu besuchen, die sonst nicht so auf dem Radar sind. In den letzten zehn Jahren haben wir es erreicht, dass zahlreiche Gäste gespannt auf das Festivalprogramm warten und teils auch bis zu fünf oder sechs Programmpunkte während der zehn aufeinanderfolgenden Festivaltage besuchen. Wir sind bereits in der Planung fürs nächste Jahr und freuen uns schon jetzt wieder auf zahlreiche magische, berührende und lustige Momente.
gia
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