«Wir müssen investieren, ohne die Steuerlast zu erhöhen»
In einer Serie stellt der «Rheintaler Bote» die Kandidaten fürs Gemeindepräsidium von St.Margrethen vor. In dieser Ausgabe mit SP-Politiker Armin Hanselmann.
Armin Hanselmann kennt St.Margrethen mit all seinen Facetten.
In einer Serie stellt der «Rheintaler Bote» die Kandidaten fürs Gemeindepräsidium von St.Margrethen vor. In dieser Ausgabe mit SP-Politiker Armin Hanselmann.
Was reizt Sie am Amt des Gemeindepräsidenten?
Unser Dorf liegt mir sehr am Herzen. Als Vertreter der jungen Generation von St. Margrethen habe ich die Entwicklung des Dorfes miterlebt und weiss, wo welche Herausforderungen anstehen. Mit frischem Blick und dem Willen Verantwortung zu übernehmen, möchte ich neue Impulse einbringen und unsere Zukunft aktiv mitgestalten.
Welche Erfahrungen aus Ihrer beruflichen Karriere bringen Sie für das Amt mit?
Als Departementssekretär ad interim für das Departement Gesundheit und Soziales von Appenzell Ausserrhoden leite ich mit dem Regierungsrat ein Departement mit 85 Mitarbeitenden. Politische, finanzielle und personelle Themen gehören ebenso zu meinen Aufgaben wie die Steuerung der administrativen Abläufe der öffentlichen Verwaltung. Mein Master in Politikwissenschaft, diverse Praktika in den Kantonen Genf und St.Gallen und der Bundesverwaltung sowie die derzeitige Weiterbildung «Bachelor in Rechtswissenschaft» bilden eine fundierte Basis für die komplexen Herausforderungen in der Gemeindepolitik. Zudem bin ich seit 2017 Mitglied der Geschäftsprüfungskommission unserer Gemeinde.
Wo sehen Sie Herausforderungen für St.Margrethen?
Trotz aller Herausforderungen müssen wir weiterhin in unser Dorf investieren, um seine Entwicklung nicht zu bremsen. Dabei gilt es, weitere Steuererhöhungen zu vermeiden und eine konsequente Balance zwischen einem soliden Finanzhaushalt und einer fairen Steuerbelastung zu wahren. Gleichzeitig braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur, die den Bedürfnissen der älter werdenden Bevölkerung gerecht wird, ohne die Anliegen der jungen Generation zu vernachlässigen. Zudem sollte die Gemeindeverwaltung über ein modernes Personalmanagement und ein zeitgemässes Kommunikationskonzept verfügen, um effizient und bürgernah arbeiten zu können.
Was für einen Menschen bekommt St. Margrethen, wenn Sie gewählt werden?
Mit mir als junger dynamischer Gemeindepräsident soll sich St.Margrethen als bürgernahe und dienstleistungsorientierte Gemeinde auszeichnen. Klare Strukturen, Loyalität und Eigenverantwortung gehören genauso dazu wie ein offener sachlicher Dialog, in dem alle Meinungen Platz haben.
Sie sind SP-Mitglied. Wie spiegelt sich das in Ihrer Politik wider?
Als Gemeindepräsident setze ich mich für das Wohl des ganzen Dorfes ein, unabhängig von Partei, Herkunft oder Interessen. Im Mittelpunkt stehen das Dorf und seine Gemeinschaft. Dieses Amt verstehe ich als klaren Auftrag der Bevölkerung, mit unseren Ressourcen und Steuergeldern verantwortungsvoll zum langfristigen Nutzen der Gemeinde zu handeln.
Sie kommen aus St.Margrethen. Sehen Sie das als Vorteil?
Ich bin im Dorf aufgewachsen und verwurzelt, habe die Entwicklung von St.Margrethen miterlebt und kenne es mit all seinen Facetten. Durch meine langjährige Tätigkeit in der Geschäftsprüfungskommission kenne ich die Prozesse der Gemeinde und weiss, wo aktuell Herausforderungen bestehen und welche künftigen Themen auf uns zu kommen. Eine Einarbeitung in das Amt ist für mich daher innert kürzester Zeit möglich.
Was ist Ihre Vision für St. Margrethen in zehn Jahren?
St. Margrethen soll eine attraktive und zukunftsgerichtete Gemeinde zum Wohnen und Arbeiten bleiben. Den Aufwärtstrend müssen wir weiterführen und gleichzeitig für Veränderungen offen bleiben.
Wie wollen Sie die Bevölkerung von sich überzeugen?
Meine umfassende Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung sowie meine langjährige Tätigkeit in der Geschäftsprüfungskommission bilden beste Voraussetzungen um als Gemeindepräsident verantwortungsvoll und kompetent im Interesse der Bevölkerung zu handeln. Ich kenne das Dorf und nehme mit meiner offenen und authentischen Art die Anliegen der Bevölkerung ernst.
Was war für Sie persönlich ein prägendes Erlebnis, das Ihre Haltung zur Politik beeinflusst hat?
Die Wahl meiner Gotte Heidi Hanselmann in den Regierungsrat des Kantons St.Gallen.
Wie schaffen Sie in Ihrem Alltag Ausgleich zur Politik beziehungsweise zu Ihrer aktuellen beruflichen Tätigkeit?
Bewusst nehme ich mir Zeit für gemeinsame Momente mit meiner Partnerin oder meiner Familie. Den Ausgleich finden wir bei Spaziergängen durchs Dorf, einer Runde Schwimmen im Bruggerhorn oder bei Ausflügen, bei denen wir neues entdecken.
Welche Person hat Sie besonders inspiriert und warum?
Willi Haag, bis 2016 St.Galler Regierungsrat der FDP, den ich persönlich kenne und sehr schätze. Er war ein Brückenbauer und hat stets versucht die verschiedensten Interessengruppen frühzeitig einzubinden, damit zweckmässige Lösungen gefunden werden konnten.
Was würden Ihre Freunde über Sie sagen, wenn man sie nach Ihren Stärken und Schwächen fragt?
Sie würden mich als genau und analytisch mit hohen Ansprüchen an mich selbst beschreiben. Zugleich schätzen sie meine offene Art, mein Engagement, die strukturierte Arbeitsweise und schnelle Auffassungsgabe sowie die gute Vernetzung im Dorf und der Region.
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