17.09.2026 08:00
Landwirtschaft fühlen, riechen und schmecken
Am 20. September öffnen in der Region Rheintal sieben landwirtschaftliche Betriebe ihre Hoftüren und laden die Bevölkerung zu «Vo Puur zu Puur» ein. Besucherinnen und Besucher erhalten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der modernen Landwirtschaft zu werfen und die Vielfalt der regionalen Landwirtschaft hautnah zu erleben.
Region Hinter «Vo Puur zu Puur» steht eine Erfolgsgeschichte. Jahr für Jahr nutzen mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die St.Galler Landwirtschaft aus nächster Nähe kennenzulernen und sich vom gratis Shuttlebus von Hof zu Hof chauffieren zu lassen. Bei Betriebsrundgängen, spannenden Vorführungen, Degustationen regionaler Produkte und persönlichen Begegnungen mit den Bauernfamilien erfahren Gross und Klein, was hinter den Lebensmitteln aus der Region steckt.
Dieses Jahr erwartet die Besucherinnen und Besucher zum Beispiel einen Blick in den Pouletmast-Stall der Familie Geisser oder die Buurehof-Schnitzeljagd bei Familie Stieger. Auf dem Heiterhof bei der Familie Freund kann der hofeigene Schnaps degustiert, bei Segmüllers in Altstätten der grosse Milchviehstall besichtigt und bei Familie Segmüller in Marbach das Geheimnis des Ribelmais entdeckt werden. Die Familie Rohner bereitet ein Kürbisfest vor und der Fahrmaadhof in Diepoldsau zeigt nicht nur den Gemüseanbau, sondern auch die Weiterverarbeitung im neuen Betriebsgebäude.
«Vo Puur zu Puur» garantiert einen erlebnisreichen Sonntag für die ganze Familie. Ob im Stall, auf dem Feld oder im Hofladen: Besucherinnen und Besucher tauchen mit allen Sinnen ein in die Welt der Landwirtschaft und lassen sich überraschen. Die Bauernfamilien freuen sich auf Ihren Besuch.
Josef Oeler, Sie sind OK-Präsident von «Vo Puur zu Puur». Was hat Sie von diesem Anlass überzeugt?
Josef Oeler: Der Anlass ist bewährt und hat in den letzten Jahren in anderen Regionen des Kantons St. Gallen eine Plattform geboten, um die Landwirtschaft der breiten Bevölkerung näher zu bringen.
Wieso lohnt es sich gerade jetzt bei den Bäuerinnen und Bauern in der Region einen Einblick in deren Stall/Hof zu gewinnen?
Im Herbst ist auf vielen Feldern Erntezeit. Man kann so hautnah sehen, welche Produkte auf den Betrieben entstehen. Im Stall selbst gibt es natürlich das ganze Jahr über etwas zu sehen. Am kommenden Sonntag präsentieren sich im Rheintal verschieden aufgestellte Betriebe. Besucherinnen und Besucher können sich so einen Einblick in die verschiedensten Facetten der Landwirtschaft an einem Tag verschaffen.
Wie gehen die Bauern aktuell mit der Futterknappheit, die sich in diesem heissen Sommer angebahnt hat, um?
Wir sind im Rheintal relativ gut weggekommen, da wir sehr tiefgründige Böden haben die eher Probleme verursachen, wenn es zu nass ist. Jedoch gibt es einzelne Betriebe, wie beispielsweise jene, die an den Bergen gelegen sind, die von der Trockenheit und der daraus resultierenden Futterknappheit betroffen sind. Dort musste Futter von Höfen, die dieses Jahr gute Erträge einfahren konnten, zugekauft werden. Die Produktion des Futters ist dieses Jahr sicher auf einem tieferen Niveau wie in anderen Jahren. Dem ein oder anderen wird dies sicher ein Denkzettel sein, sich wieder mehr Vorräte anzulegen. Beim Gemüse- und Ackerbau hatten wir die Möglichkeit, genügend zu Bewässern, um die Erträge auch in diesem Jahr zu sichern.
Noch lobenswerter, dass die Bäuerinnen und Bauern Einblick in Ihre Höfe gewähren…?
Es ist ein Aufwand für die Bauernbetriebe, die bei diesem Anlass durch einen Beitrag vom St. Galler Bauernverband und verschiedenen regionalen Sponsoren unterstützt werden. Jedoch ist es auch eine tolle Plattform, den eigenen Betrieb und auch sein Angebot durch den direkten Verkauf im Hofladen und der Gastro zu präsentieren. Die Bäuerinnen und Bauern gewähren einen Einblick und schaffen damit ein noch grösseres Verständnis für die Landwirtschaft.
Interview: Manuela Müller
Bauernhöfe mit offenen Hoftüren:
Familie Geisser, Mettlenstrasse 3, 9463 Oberriet
Familie Stieger, Hard 19, 9463 Oberriet
Heiterhof, Familie Freund, Härdlistrasse 77, 9453 Eichberg
Familie Markus und Corinne Segmüller, Fleuben 2, 9450 Altstätten
Familie Reto und Simone Segmüller, Fulmadhof, 9437 Marbach
Familie Heinz und Carina Rohner, Krummensee 2817, 9436 Balgach
Fahrmaadhof, Werkstrasse 16, 9444 Diepoldsau
Da vor den Höfen eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen zur Verfügung steht, fährt vom Landi Altstätten ein Shuttlebus zu den Höfen.
Weitere Informationen finden Interessierte unter:
www.bauern-sg.ch unter «Veranstaltungen».