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Armin Hanselmann geht mit einem beachtlichen Vorsprung in den zweiten Wahlgang, der am 30. November stattfindet. z.V.g
Am Sonntag standen in mehreren Gemeinden wegweisende Wahlen und Abstimmungen auf dem Programm. Der «Rheintaler Bote» fasst die wichtigsten Entscheidungen in der Übersicht zusammen.
Region Die offenste Ausgangslage präsentierte sich bei den Gemeindepräsidiumswahlen in St.Margrethen. Mit Armin Hanselmann (SP), Alexander Herzog (FDP), Andreas Trösch, Patrick Bollhalder und Stefan Kästli (alle parteilos) traten gleich fünf Kandidaten für die Nachfolge des langjährigen Gemeindepräsidenten Reto Friedauer an. Deshalb überrascht es kaum, dass nach dem ersten Wahlgang noch keine Entscheidung gefallen ist.
Keiner der fünf Kandidaten erreichte am Sonntag das absolute Mehr von 646 Stimmen. Am nächsten kam diesem SP-Kandidat Armin Hanselmann. Er vereinte 497 Stimmen auf sich. Hinter ihm lauert Andreas Trösch mit 337 Stimmen. Ein beachtliches Resultat, zumal der ehemalige Gemeinderat keine offizielle Nomination durch die überparteiliche Findungskommission erhielt.
Alexander Herzog blieb hinter den Erwartungen zurück. Selbst mit der Unterstützung der FDP als grösster Ortspartei in St.Margrethen reichte es für ihn im ersten Wahlgang mit 244 Stimmen nicht für mehr als den dritten Platz. Noch etwas schelchter schnitt Patrick Bollhalder ab, der mit 171 Stimmen von den vier Kanidaten, die auf dem Stimmzettel standen, am wenigsten Stimmbürgerinnen und -bürger von sich überzeugen konnte.
Überraschungskandidat Stefan Kästli, der seine Kandidatur erst rund zweieinhalb Wochen vor der Wahl bekanntgegeben hatte und deshalb weder am Wahlpodium auftrat, noch auf den Stimmzettel stand, erreichte nicht einmal genug Stimmen für eine namentliche Erwähnung in den Ergebnissen. Er dürfte jedoch zumindest einige der 41 Stimmen, die auf Vereinzelte entfielen gemacht haben.
Das gute Abschneiden von Hanselmann und Trösch darf durchaus als Votum der Bevölkerung verstanden werden, dass man gerne einen Einheimischen als Gemeindepräsidenten sehen würde. Die drei Auswärtigen Herzog (Küsnacht), Bollhalder (Heerbrugg) und Kästli (Zürich) wurden an der Urne deutlich zurückgebunden.
Bis Dienstag fällt die Entscheidung, welche Kandidaten zum zweiten Wahlgang antreten werden. Mit Hanselmann und Trösch ist sicher zu rechnen, die anderen drei werden sich überlegen müssen, ob eine Kandidatur im zweiten Wahlgang Sinn macht.
Rebstein erhält nach langer Diskussion eine gemeindeeigene Kita. Schon seit Jahren ist eine solche Thema in der Gemeinde. Durch das Ja zur Kita-Initiative, die von einer Gruppe rund um den reformierten Pfarrer Renato Tolfo lanciert wurde, wird es nun erstmals konkret.
52,44 Prozent befürworteten die Initiative an der Urne. Gemeindepräsident Alex Arnold verspricht, die Umsetzung nun rasch anzugehen. Bereits in den kommenden Tagen soll die Stelle für die künftige Kita-Leitung ausgeschrieben werden, damit diese die Führung beim Aufbau übernehmen kann. Im Vordergrund stehen die Standortwahl sowie das Umsetzen der Rahmenbedingungen zur Erlangung der notwendigen kantonalen Betriebsbewilligung.
Ab August 2026 soll die Kita, in der insgesamt 24 Plätze für Kinder im Vorschulalter, einschliesslich Babys unter 18 Monaten sowie Kinder mit besonderen Bedürfnissen, liebevoll und professionell betreut werden, bereits eröffnet werden.
In Balgach sagte die Bevölkerung am Abstimmungssonntag deutlich Ja zu einem Baukredit von rund 9.5 Millionen Franken für den neuen Werkhof. 78,5 Prozent stimmten für die Vorlage. Damit nimmt der geplante Neubau im Industriegebiet Wegen eine wichtige Hürde.
Auch die Stimmbürgerinnen und -bürger der Primarschulgemeinde Balgach verabschiedeten einen Millionen-Kredit. Rund 84 Prozent befürworteten den Kredit über 22,1 Millionen Franken für den Neubau des Schulhauses Breite.
In Au setzte sich Marco Zoller bei der Wahl des neuen Ortsgemeindepräsidenten deutlich gegen seine Konkurrenz durch. Ebenfalls neu gewählt wurden in Rebstein zwei GPK-Mitglieder: Marco Keel und Alv Regensburger schafften beide die Wahl.
In Diepoldsau stimmte das Volk zudem über die Entwidmung des Nebengebäudes Zentrum Rheinauen vom Verwaltungsins Finanzvermögen ab. 82,6 Prozent befürworteten die Vorlage, mit welcher der Gemeindehaushalt entlastet werden soll.
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