10.09.2026 07:30
Ein gemeinschaftlicher Finanzierungsansatz
Auf dem Sportplatz «Grund» in Rebstein herrscht akute Verletzungsgefahr. Deshalb hat sich der Turnverein Rebstein dazu entschieden, den Hartplatz sanieren zu lassen. Zusätzlich soll mit einer Street-Workout-Anlage ein Platz entstehen, der von allen mitgenutzt werden kann.
Rebstein Bis am 24. August lag sie auf: Die Bauanzeige des Turnvereins Rebstein für die Sanierung des Platzes und die Erstellung einer Street-Workout-Anlage an der Grundstrasse. Nun gilt es, die Antwort des Gemeinderates an der Bausitzung abzuwarten, bevor das Projekt in Angriff genommen werden kann. «Wir wissen aktuell von keiner Einsprache», erklärt Alexander Baumgartner, Vizepräsident des Turnvereins Rebstein auf die Frage nach den weiteren Schritten. Der Hartplatz müsse dringend saniert werden, betont der Vizepräsident. Risse ziehen sich durch den Belag, Unkraut wächst durch die Fugen, die Linien seien kaum mehr zu erkennen. Für Trainings, Schule und Freizeit ist der Platz so nur noch eingeschränkt brauchbar. «Es besteht akute Verletzungsgefahr. Zudem lief die Zwischennutzung des externen Unihockeyfelds aus. Uns fehlt damit eine Trainingsfläche, die wir bisher genutzt haben.» Mit der Sanierung soll der Sportplatz «Grund» wieder aufgewertet werden und ein öffentlicher Sportplatz für das ganze Quartier und die Gemeinde Rebstein entstehen.
Zukunftsgerechtes Training
Neben der Sanierung des Hartplatzes hat der Turnverein Rebstein zudem bei Alder Eisenhut eine Street-Workout-Anlage in Auftrag gegeben. Mit Barren, Reckstangen in verschiedenen Höhen und weiteren Geräten auf Fallschutzbelag wird mit dem eigenen Körpergewicht an der frischen Luft trainiert. «Die Idee dazu kam mit dem Projekt. Früher hatte es auf dem Grundplatz noch eine Weitsprunganlage und Kletterstangen. Diese wurden jedoch vor Jahren zurückgebaut, da sie im Verfall standen», erklärt Alexander Baumgartner. Da Turnen mit Bewegung zusammenhängen und der TV Rebstein den Grundplatz wieder zu mehr Benutzung aktivieren will, entstand die Idee mit der Street-Workout-Anlage. Die Anlage bietet nebst dem individuellen Training – unabhängig von Trainingsplan und -einheiten – zukunftsgerechte Trainingsmöglichkeiten, welche die Attraktivität des Platzes steigern. «Wir sind als Turnverein in der aussergewöhnlichen Lage, einen eigenen Sportplatz zu besitzen. Doch der Platz soll auch für Nichtmitglieder zur Nutzung bereitstehen.»
Solidarische Finanzierung
Auf der Sponsoringplattform des TV Rebstein, hat jede und jeder die Möglichkeit, Teil des Projekts zu werden. Dort werden 1'100 Felder für eine «Quadratmeter-Aktion» angeboten. «Der Platz ist eine grosse finanzielle Investition für uns als Verein. Mit der Aktion ermöglichen wir es anderen Vereinen, Privatpersonen aber auch Unternehmen, ein Teil unseres Projektes zu werden», erläutert der Vizepräsident. Unterstützer suchen dabei ein individuelles Feld aus, das sie für je 40 Franken erwerben können. Von der Aktion erhofft sich der TV Rebstein einen Beitrag von 30'000 Franken. Dieser Anteil deckt ein bisschen mehr als einen Fünftel der 145'000 Franken Gesamtkosten, die mit einer Reserve gerechnet wurden. Zusätzlich erhält der TV Rebstein einen Beitrag des Sportfonds von 40'000 Franken. Den verbleibenden Teil wird der Turnverein selbst übernehmen. Die «Quadratmeter-Aktion» läuft voraussichtlich noch bis Ende dieses Jahres. «Wir hoffen auf noch viele weitere Sponsoren, die bereit sind, Teil eines sinnvollen Projektes zu werden.»
Weitere Schritte
Momentan wird der Rasen teils offenbleiben. Die Trainings des Turnvereins werden angepasst. Beim Sportplatz folgt nächstens die Entscheidung des Gemeinderats bei der Bausitzung und noch diesen Herbst sollen die Abbauarbeiten beginnen. «Ausserdem packen wir selber mit an: Abbrucharbeiten, Aushubarbeiten und die allgemeine Mithilfe auf der Baustelle übernehmen wir in Eigenleistung», heisst es auf der Sponsoringplattform des Turnvereins. Der Tiefbau werde an ein örtliches Bauunternehmen vergeben, dabei werden laut dem Turnverein Sponsoren des Projekts berücksichtigt. Wenn die Bauunternehmen Zeit finden, soll die Sanierung des Sportplatzes und die Erstellung der neuen Street-Workout-Anlage Ende November fertig sein.
Von Manuela Müller