«Eine eierlegende Wollmilchsau»
Jüngst konnte man das Schulhaus Höflibach besichtigen. Schulratspräsident Remo Maurer gibt Auskunft, worauf es bei den heutigen Schulhaus-Neubaten ankommt.
Am Wochenende konnte man einen Blick ins Schulhaus Höflibach werfen. Bild: pd
Jüngst konnte man das Schulhaus Höflibach besichtigen. Schulratspräsident Remo Maurer gibt Auskunft, worauf es bei den heutigen Schulhaus-Neubaten ankommt.
Altstätten Auch bei der Schule Altstätten steigen die Schülerzahlen stark an. «Die Schülerzahlen in der Primarschule sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Hatten wir 2017 noch 616 Schüler und Schülerinnen, so sind es heute 750», gibt Remo Maurer, Schulratspräsident der Schule Altstätten Auskunft. Deshalb werden nicht nur die bestehenden Schulhäuser wie beispielsweise das Schulhaus Klaus erweitert, sondern auch neue Schulhäuser wie das Schulhaus Höflibach gebaut. «Wir beobachten die Schülerzahlen aufmerksam und erkennen bereits, dass die Prognose aus dem Jahr 2020 wohl zu tief lag. Zusammen mit der Erweiterung des Schulhauses Klaus wird der Schulraum aber ausreichen, bis die Schülerzahlen den prognostizierten Peak überschritten haben», so Maurer. Doch welche Voraussetzungen muss ein Schulhaus heutzutage erfüllen? «Ein Schulhaus hat eine Vielzahl von Anforderungen zu erfüllen, muss quasi eine eierlegende Wollmilchsau sein», erklärt der Schulratspräsident. In pädagogischer Hinsicht brauche es flexible Unterrichts- und Lernräume, genügend Gemeinschaftsräume, aber auch Rückzugsorte für individuelles Lernen, Arbeiten und Fördern. «Die Schülerinnen und Schüler müssen sich wohl fühlen und das Schulhaus soll nachhaltig gebaut, ästhetisch ansprechend und in bauphysikalischer Hinsicht gesund sein.» Die Schule Altstätten habe laut Maurer bei der Gestaltung der Unterrichtsräume zusätzlich auf Transparenz geachtet und auch viel Wert auf die Aussenräume gelegt.
Das Schulhaus Höflibach biete laut Maurer Platz für vier Schulklassen je zwei 3. und 4.-Klassen und zwei 5. und 6.-Klassen und zwei Kindergartenklassen sowie für den Mittagstisch und die Tagesbetreuung. «Es werden also im Vollbetrieb circa 120 Schul- beziehungsweise Kindergartenkinder im Schulhaus sein. Dazu kommen bis zu 30 Kinder am Mittagstisch und in der Tagesbetreuung, die aber teilweise auch dort zur Schule gehen können.» Bis zur Fertigstellung der Erweiterung des Schulhauses Klaus ist noch eine zusätzliche Schulklasse im Höflibach einquartiert, die aber wieder ins Schulhaus Klaus zurückkehrt. Im Gegenzug werden Mittagstisch und Tagesbetreuung erst im August 2027 ins Höflibach einziehen.
Schule mit «Freiluftschulzimmer»
Das Schulhaus Höflibach ist ein zweistöckiger Holzbau mit einem kleinen Kellergeschoss, so wenig Haustechnik wie möglich und mit Platz für die Räume der erwähnten Nutzergruppen. Dazu kommen die abgetrennten Aussenräume für den Kindergarten und ein «Freiluftschulzimmer» im Bereich zwischen den beiden Schulhäusern Höflibach und Schöntal. Die Bauabrechnung des Schulhauses Höflibach ist noch nicht definitiv erfolgt. «Die Kosten liegen aber unter dem von der Bürgerschaft gewährten Kredit von 22 Millionen Franken für die Bauprojekte am Schulhaus Höflibach und Klaus», erwähnt Maurer.
Von Manuela Müller
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